Abstecher nach Šibenik

Heute ging es mit dem Bus Richtung Süden. Die Strecke verläuft immer an der Küste entlang mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Inselwelt Dalmatiens. In der Ferne lässt sich hin und wieder sogar die Inselgruppe der Kornaten ausfindig machen, eine Ansammlung von rund 100 unbewohnten Inseln. Der größte Teil davon ist als Nationalpark ausgewiesen. Die Kornaten zählen neben dem Nationalpark von Krka zu den zwei beliebtesten Ausflugszielen der Gegend.

Šibenik selbst liegt wie Zadar an der Küste. Entlang der Küstenlinie vor der Altstadt legen die Boote an. Die Altstadt selbst schmiegt sich klein und verwinkelt an einen Hügel. Wer sie besichtigen möchte, sollte gute Schuhe für die vielen Treppen und eine gute Karte mit bringen. Das GPS ist in den engen Gassen völlig überfordert. Die mit abstand bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kathedrale Sveti Jakov mit dem Baptisterium. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, nicht zuletzt wegen des Tonnengewölbes, das imposant über den Köpfen hängt, wobei man sich unwillkürlich fragt, was die Steine eigentlich da oben hält. Am Eingang erhält man mit dem Eintritt einen Flyer, der sehr schön die Elemente in und außen an der Kirche erklärt. Danach lohnt sich noch der Aufstieg auf die Festung Sveti Mihovil. Dort gibt es zwar wenig Festung fürs Geld, dafür einen einmalig schönen Ausblick über die Stadt mit der Bucht und den Inseln (oberes Bild).

Danach lohnt sich noch ein kleiner Abstecher zu den ehemaligen Zisternen neben der Kathedrale mit Cafe und einer (an manchen Stellen etwas arg kurz geratenen, dafür aber kostenlosen) Einführung in die Geschichte der Stadt. Hat man das geschafft, bleibt noch haufenweise Zeit für ein Eis in einer der vielen Eisdielen (die Kugel ca. 1 Euro) oder einen Kaffee auf einem der vielen Plätze, die sich immer wieder überraschend in den engen Gässchen öffnen (Bild: Der Platz vor der Kathedrale).

Als Übernachtung habe ich diesmal ein Apartment genommen. Neben den Hotels ist das die häufigste Form der Zimmervermietung in den Orten. An jeder Ecke findet man sie. Mal mehr oder weniger luxuriös bis hin zu sehr schlicht und klein gibt es alles und in allen Preisklassen. Im Gegensatz zu den Hotels haben die Apartments den Vorteil, dass Sie häufig mitten im Zentrum liegen. Von meiner Vermieterin habe ich erfahren, dass sich die Apartment-Vermieter der Stadt Šibenik zu einer Art "horizontalem Hotel" zusammengeschlossen haben. Alle Apartments zusammen repräsentieren sozusagen das Hotel. Eine gemeinsame Rezeption vermittelt die Zimmer. Geplant ist noch die Organisation von Frühstück in den verschiedenen Cafes in der Stadt. Eigentlich eine tolle Idee, die Schule machen könnte.

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